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Schimmelpilze
Die
Ansiedlung von Schimmelpilzen ist an verschiedene Kriterien
gebunden:
- geeignetes
Nahrungsangebot (ein Fingerabdruck kann ausreichen)
- Temperaturen
von 0 bis 35°C
- ausreichend
Feuchtigkeit
- etwas
Sauerstoff
In
den meisten Fällen ist vorheriger Tauwasserausfall
Ursache für Schimmelpilzansiedlungen. Auf raumseitigen
Bauteiloberflächen tritt Tauwasseranfall dann auf,
wenn die Oberflächentemperaturen gleich oder niedriger
als die Taupunktstemperatur sind. Schimmelpilzbefall
kann allerdings bereits früher entstehen. Die Bildung
von Schimmelpilzen selbst ist nicht an die Tauwasserentstehung
gebunden. Vielmehr spielt für deren Ansiedlung
die Oberflächenfeuchte der Bauteile eine erhebliche
Rolle. Da sich in der Atemluft stets 1.000 bis 1.000.000
Schimmelpilzsporen pro m³ befinden, ist deren Ansiedlung
unter Voraussetzung eines ausreichenden Feuchtepotentials
gegeben. Neben der Wechselwirkung zwischen Temperatur
und Luftfeuchte ist auch die Feuchtaufnahmefähigkeit
der Baustoffe entscheidend. Die in den Kapillaren enthaltene
Luft steht in Wechselwirkung mit dem Raumklima. Abhängig
von der Raumluftfeuchte können sich an der Baustoffoberfläche
Wassermoleküle anreichern, ebenso im Innern. Maßgeblich
für ein ausreichendes Feuchtepotenzial ist die
so genannte Wasseraktivität. Sie bestimmt den für
die Mikroorganismen verfügbaren freien Wasseranteil,
der nicht durch Salze, Kohlehydrate und Eiweiße
gebunden ist.
Für
die zu treffenden Sanierungsmaßnahmen ist die
vorherige Ursachenklärung von entscheidender Bedeutung.
Oft ist falsches Mieterverhalten der Grund für
die Ansiedlung von Schimmelpilzen. Jedoch können
auch Mängel in der Baukonstruktion dazu beitragen.
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